Freitag, 16 Januar 2015 11:35

Und wieder mal ein Interview: Dieses Mal mit Uwe Anders

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Wenn in Sachen Telemark irgendwo etwas los ist, Uwe Anders ist meist mitten im Geschehen. Wir wollen Uwe und seinen kleinen Telemarkstore SNOWSTARS mal ein wenig näher vorstellen und damit unsere Interview-Reihe fortsetzen
Hallo, Uwe, schön, dass du dir für uns ein wenig Zeit genommen hast. Was steckt hinter snowstars? Warum bietet ihr nur Telemarksachen und nichts anderes in dem kleinen Shop in Gaimersheim an?
Uwe:Meine Interessen liegen nun mal im Bereich Telemark, und da ich das Ganze nur im Nebenjob betreibe, reicht das auch aus. Mehr als eine Nische im Nebenjob abzudecken funktioniert meines Erachtens nicht wirklich.

Wie viele Leute seid ihr, wer hat welche Aufgaben?
Uwe: SNOWSTARS ist ein 1-Mann-Unternehmen, d.h. ich mache Alles selbst.

Warum habt ihr das gegründet, was habt ihr mit snowstars vor?
Uwe: SNOWSTARS habe ich mit einem Partner 2003 gegründet, da in weitem Umkreis keine Material zu besorgen war. Von einem örtlichen Händler, dem wir antragen haben, Telemark-Ausrüstung mit unserer Unterstützung anzubieten, wurden wir mehrere Monate lang immer wieder vertröstet, sodass wir beschlossen, dies selbst zu tun.

Was bietest du alles an?
Uwe: Ich biete alles, was zum Telemarken gehört an: Ski, Bindung, Schuhe, Stöcke, Felle etc.

Rechnet sich so ein Laden überhaupt oder ist das nur Hobby?
Uwe: Hmm, die eigenen Arbeitsstunden darf man nicht einrechnen, dann geht es. Man braucht schon eine gehörige Portion Herzblut dazu.

Wo trifft man euch, wie kann man mit euch in Kontakt kommen?
Uwe: Im Herbst und im Frühjahr trifft man mich an den Wochenenden oft im Stubai. Ansonsten kann man mich auch auf Telemark-Festivals als Guide und Telemarklehrer finden oder neuerdings als Ausbilder für Telemark im Bayerischen Skiverband auf Vereinsebene buchen. Natürlich ist auch eine persönliche Kontaktaufnahme über Email oder Telefon möglich um einen persönlichen Beratungstermin zu vereinbaren.

Wie seid ihr/bist du zum Telemark gekommen?
Uwe: Ein Freund hatte mal ein Video über Telemark gesehen, sich eine gebrauchte Ausrüstung gekauft und ist dann irgendwie den Berg runter gefahren. Nach langem Suchen konnte ich mir dann mal eine Ausrüstung leihen und hab es auch versucht. Gelernt habe ich es erst danach auf einem Telemarkkurs als Fortbildung für Alpin Skilehrer. Seit dem bin ich dort hängen geblieben und fahre nur noch selten Alpin.

Was bedeutet dir Telemark jetzt?
Uwe: Telemarken ist für mich mehr als eine Sportart, sondern schon so etwas wie eine Weltanschauung. Hier gibt es nicht nur beim persönlichen Fahrstil mehr laissez-faire. Beim Telemarken treffe ich einfach Typen, die so ticken wie ich.

Wie siehst du die Zukunft des Telemark? Wo geht es mit dem Telemarksport hin, wo sollte es auf keinen Fall hingehen? Was fehlt der Telemarkszene?
Uwe: Der Telemarksport wird weiter einen moderaten Aufschwung erleben. Einen Hype wie früher bei den Snowboardern wird es aber nie geben, da die Sportart dazu technisch und körperlich zu anspruchsvoll ist. Telemark wird weiterhin eher ein Sport für Freaks bleiben, und das ist gut so.

Was hat sich im Vergleich zu der Zeit, als du mit Telemark angefangen hast, in Sachen Telemark (Szene, Material) verändert?
Uwe: Die Telemarkszene war als ich das Telemarken begonnen habe eher noch familiärer als jetzt. Da kannte man sich recht bald und jeder blieb am Hang gleich stehen, wenn man ein unbekanntes Telemark-Gesicht traf und man unterhielt sich eigentlich immer mehr oder weniger kurz. Vielleicht ist das aber nur meine subjektive Sicht. Etwas von diesem familiären Gefühl ist aber immer noch vorhanden, auch wenn es jetzt wesentlich mehr Telemarker gibt. Beim Material hat sich vor allem bei den Bindungen viel getan. Die aktuellen Bindungen haben wesentlich mehr Zug und Führung.

Weitere Infos und Kontaktdaten gibt es unter www.snowstars.de


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