Dienstag, 23 Oktober 2001 02:00

Telemark anno 1992

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ImageWie viel Spaß und Freuden die Telemark-Technik dem Fahrer bietet, beschreibt Hubert Fehr 1992 in der Zeitschrift „Skilanglauf“:
„Noch aus anderen Gründen lohnt es sich, diesen durch den Fluß der Bewegung eleganten Schwung (...) zu erlernen: die Schönheit des Telemarkschwungs und die sehr eigenständigen und herausragenden Fahrgefühle, die nur mit dieser Technik erfahrbar sind. Sind es beim Fahren im flachen Gelände die relativ langsamen, weichen, fließenden Bewegungen mit großer sichtbarer Körperspannung, die absolute Rundheit der Bögen, die Telemarkpose, die den Ausführenden wie den Betrachter gleichermaßen faszinieren, so kommen im steilen Gelände die Rhythmik und die schnellende, explosive Bewegung hinzu.
ImageDas lange Verharren im Ausfallschritt erzeugt einen Erwartungsspannung, das Vorschieben des Ausfallbeins einen dem Schwebebalkenturnen vergleichbaren Balancierakt, der hohe Druck gegen das gebeugte Außenbein fordert den Fahrer zum äußersten Widerstehen auf. Darauf dirigieren die beiden ruhig und weit ausgebreiteten Arme und der hoch aufgerichtete Oberkörper souverän die Fahrt. Harmonie beherrscht das Bild, das sich beim Fahrer und Betrachter einstellt. Der Telemarkschwung fordert Kraft in den Oberschenkeln, gutes Gleichgewichtsgefühl und womöglich größere Fitneß als andere Skitechniken. Gefährlich ist dieser Schwung trotz seiner spektakulären Aktion im tiefen Ausfallschritt jedoch nicht: die Knie bleiben in der Beugung immer in einer günstigen Belastungsstellung, die Drehung der Ski geschieht nicht durch (eine unphysiologische) Drehung im Kniegelenk.“

pad 23.10.2001

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