Donnerstag, 25 Oktober 2001 02:00

Die 70er

geschrieben von 
ImageIn den 70er Jahren tauchte der Telemarkschwung zuerst in den USA, dann auch in Norwegen und den europäischen Alpen wieder auf. Allerdings hatten die etablierten Skifahrer anfangs große Aversionen gegenüber dem Telemark. So kam es in den 80er Jahren in Deutschland gar zu der so genannten Telemarkaffäre des DSV, wie es in einem von Walter Kuchler zu lesen ist:
„Als Karl Buhl als erster deutscher Experte und Ausbilder des DSV 1983 den Telemark aufgriff und in einem Lehrgang präsentierte, waren die Verantwortlichen überrascht und verhängten über das Lehrteam des DSV ein Verdikt: Diese Fahrform sei so gefährlich, daß jeder Ausbilder, der sich unterstehe den Telemark zu lehren, aus dem Lehrteam entfernt werde. Die Verantwortlichen Paul Knöfel, Lehrwart des DSV, und Ekkehard Ulmrich, Direktor Freizeitsport des DSV, bedienten sich dazu erstmals eines Bannstrahls, wie er sonst nur in staatlichen, ministeriellen Verwaltungsebenen üblich ist: Sie erließen einen offiziellen 'Erlaß'. Noch dazu behaupteten sie, was sich später als unwahr erwies, daß der medizinische Beirat des DSV diese Feststellung der äußersten Gefährlichkeit getroffen habe.
ImageKarl Buhl wurde in seiner Sicht des Telemarks von der Skiindustrie unterstützt und verbreitete sein Können und Wissen zunächst bei Händlerschulungen. Der ‚Erlaß‘ des DSV verfiel aber schnell der Lächerlichkeit und die Entwicklung beim Skilehrerverband überrollte innerhalb eines Jahres diese beinahe skurril zu nennend Telemarkaffäre des Deutschen Skiverbandes.“

pad 25.10.2001

Gelesen 2563 mal
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

empfohlene Artikel

Anmeldung



Google AdSense

Telemarkfreunde

Aktuell sind 98 Gäste und keine Mitglieder online