Montag, 29 Oktober 2001 01:00

Platten?

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Wofür braucht man eigentlich Bindungsplatten?
Die Platen sind zwischen Ski und Bindung montiert und lassen euch Telemarker im Extremfall so aussehen, als wärt ihr auf Stöckelschuhen unterwegs. Denn die Platten sind teilweise bis zu 50mm dick. Doch für den Normalfahrer ist eine so ausgeprägte Standerhöhung nicht notwendig.

Eine Bindungsplatte ist der Schlüssel für das präzise Ansetzen und Ausfahren der Schwünge. Denn mit der Standerhöhung wird der Beinhebel verlängert, so dass der Ski besser, leichter und extremer aufkanten kann. Durch den längeren Hebel benötigt ihr einfach weniger Kraft, um die Ski exakt auf die Kante zu bringen. Zudem verhindern die Platten, dass ihr bei extremen Kurvenlagen mit eurem Schuh in Schneekontakt kommt. Das so genannte „booting out“ hat meist böse Stürze zur Folge. Daher kann man also schon einmal festhalten, dass eine Bindungsplatte immer von Vorteil ist.

Was für eine Platte bzw. welche Höhe ist nun optimal? Im Wettkampf kann es nicht hoch genug sein. Um den Ski extrem auf die Kante zu bringen, fahren die Rennläufer daher mit Standerhöhungen zwischen 30 und 50mm. Und für die unter euch, die vornehmlich auf der Piste unterwegs sind, ist eine dicke Bindungsplatte zu empfehlen. Ihr habt einfach mir Griff mit eurem Ski. Vor allem bei harten oder eisigen Bedingungen ist das geil. 20 bis 30mm sollten aber reichen. Auch Anfänger sollten mit einer Standerhöhung ihre ersten Versuche unternehmen. Denn auch sie merken schnell, dass der Ski besser und einfacher packt, wenn man etwas „höher“ steht. Allerdings sind für die Anfänger eher Platten zwischen 10 und 20mm zu empfehlen. Und auch für die Freaks unter euch, die sich am liebsten im Gelände austoben, ist so eine Platte von Vorteil. Allerdings reicht auch da schon eine Erhöhung von 10 bis höchstens 20mm. Und ihr solltet als Powderfreak darauf achten, dass die Platte nicht allzu schwer ist. Ansonsten wird das Schweben durch den Tiefschnee schnell zu einem Tauchkurs.

Für die meisten Bindungen gibt es mittlerweile schon die passenden Standerhöhungen, wie z. B. für die 7tm, die G3, die SuperLoop von Rainey Designs, die Riva Z von Black Diamond, die Linken oder die Hot Chili von Rottefella. Das heißt, dass ihr euch nicht wie vor ein paar Jahren in Eigenbau die Erhöhungen basteln müsst. Ihr solltet aber darauf achten, dass die Platte nicht mit den gleichen Schrauben montiert wird, mit denen auch die Bindung fixiert wird. Ihr habt einfach mehr Halt, wenn zuerst die Platte mit Schrauben auf den Ski und anschließend die Bindung mit Extraschrauben auf die Platte gebaut wird.

So gut wie unnötig sind die Platten dagegen bei den Freeride-Skiern, die ja nicht auf die Kante gestellt werden, sondern sich sauber durchbiegen sollen.


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pad 29.10.2001
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