Skitest 2013 - Es war die zehnte Auflage

geschrieben von  Patrick Droste, Peter Schilcher, Swen Kunert und Malin Strotmann
...und trotzdem eine Premiere. Denn bei unserem Jubiläums-Telemarktest waren wir das erste Mal in Hintertux, wo wir nur alle erdenkliche Unterstützung erfahren haben. Hinzu kam die phänomenale Unterstützung von Schneestolz. Leider war der Schnee nicht ganz optimal. Zwar hatte es im vergangenen Winter Massen an weißer Pracht hinuntergehauen, so dass wir oben am Gletscher so viel Schnee vorfanden wie bei keinem anderen Test zuvor. Allerdings war die Unterlage leider recht windgepresst und hart, so dass es nur wenigen Stellen gab, wo die fetten Freeride-Bretter auf ihre wahren Stärken geprüft werden konnten. Man konnte oben auf dem Gletscher überall ins Gelände fahren, aber man fand nur ganz selten weichen Schnee vor.
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An den drei Testtagen -- einer musste leider dem Sturm und dem dadurch gesperrten Skigebiet zum Opfer fallen -- waren wir insgesamt fast 50 Tester, deren Können von fortgeschritten bis absoluter Könner reichte. Dadurch hatten wir eine tolle Bandbreite an Erfahrungswerten. Zum Testen gab es 49 Herren- und 14 Damenmodelle -- von pistenorientierten Ski über Allmountain-Bretter bis hin zu fetten Freeride-Latten. Fast alle Ski wurden mit der Rottefella-R4-Bindung getestet. Diese Bindung kam zwar ab und zu bei den richtig breiten Teilen an ihre Belastungsgrenze, dafür aber lässt sie sich für einen Test so einfach und schnell auf verschiedene Schuhgrößen verstellen wie keine zweite. Und durch die Neutralität dieser Bindung spürt man als Tester sehr viel von den Eigenschaften des Skis - positiv und negativ.

Spannend für die Telemarker, die schon einige Male dabei waren, waren vor allem die Skifirmen, die erstmals bei unserem Test vorbeischauten. Wie zum Beispiel Black Crows, 4Front, Dynastar, Freeman Sports oder Plywood. Zudem war es auch wieder ein bunter Mix aus Handmade-Ski wie Grown oder eben auch Freeman Sports und Plywood sowie bekannten Firmen wie Rossignol, Völkl oder K2.

Sehr speziell war vor allem der Plywood, ein Handmade-Ski aus der Schweiz. Er sieht nämlich mit seinem Holzdesign nicht nur aus wie eine Planke, sondern fährt sich auch so: am liebsten geradeaus, und das mit einer unglaublichen Stabilität.

Deutlich zu spüren war dagegen bei den Ski von Rossignol, Nordica und Dynastar ihre Abstammung vom Rennski. In diese Ski sind das Knowhow und die jahrelange Erfahrung deutlich eingeflossen. Und da wir Telemarker mittlerweile über entsprechende Schuhe und Bindungen verfügen, die auch solche Bretter beherrschen lassen, sind auch diese Ski genial zu fahren.

Sehr interessant fanden wir auch, dass man bei den richtig fetten Freeridern die Ski in zwei Klassen unterteilen kann. Zum einen gibt es da die Produkte von Voile, Powder Equipment, Völkl (Shiro) oder 4Front (Hoji), bei denen im Powder ein tolles Surf-Feeling aufkommt. Zum anderen gibt es die Ski wie die von Black Crows, Nordica (Unleashed Hell) oder Dynastar, die auch offpiste mächtig auf Zug fahren. Was man gut findet, muss jeder selber erfahren. Spannend sind jedenfalls beide Arten von Ski.

Zudem lässt sich auch die fortgeschrittene Entwicklung in Sachen Rocker spüren. Die Ski mit den hoch gebogenen Schaufeln sind richtig toll abgestimmt und halten auch auf härterem Untergrund gut. Diese Entwicklung hat sicher ihren Teil dazu beigetragen, dass auch die breiten Ski überall gut zu fahren sind, man empfindet sie sogar nicht als ultrabreit, wenn man mit ihnen unterwegs ist.

Zudem haben wir erstmals einen Bindungstest gemacht. Wir haben viele alte Bekannte getestet, aber auch die neue NTN Freedom und die Vice von 22Designs, die als 75-mm-Bindung einen extremen Brückenschlag zu NTN macht.

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