Skitest 2012 - Einleitung

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25 Tester, mächtig viel Schnee und 48 Paar Ski - das waren die optimalen Voraussetzungen beim neunten Skitest von telemarkfriends Anfang Juni in Zermatt.

Testberichte-Übersicht 

Als wir in Zermatt ankamen, staunten wir alle Bauklötze. Denn das ganze Dorf hatte sich weiß eingemantelt. Sehr cool. Und wir staunten noch mehr, als wir die von den Firmen gelieferten Skipakete auspackten. Denn es bot sich uns eine unglaubliche Bandbreite an unterschiedlichen Ski: Frauen- und Männerski, Pisten-, Allround und fette Freeride-Ski, Ski mit puristischem oder grellen Fantasie-Design - alles war dabei.

Im Skigebiet fanden wir dann, nachdem alle Rottefella-R4-Bindungen montiert waren, für diese Jahreszeit optimale Schneebedingungen vor. Im unteren Teil hatte der Schnee zwar ein bisschen Wasser gezogen und sorgte für den ein oder anderen unfreiwilligen Stop, oben am Furggsattel aber war es einfach nur fantastisch. Fetter, neuer Schnee, der jeden Ski perfekt unter offpiste-Bedingungen testen ließ.
So weit die Daten und die äußeren Bedingungen, die wir vorgefunden hatten. Was aber erwartet uns in Sachen Ski Neues in der kommenden Saison? Bahnbrechend Neues gibt es eigentlich nicht. Dafür gibt es aber mittlerweile Ski für alles. Egal, welches Können man hat, wie die Schneebedingungen sind - es gibt für alles den perfekten Ski. Es gibt natürlich Ski, die alles ein bisschen können. Und am Allerwichtigesten:  Es gibt keine schlechten Ski mehr. Jeder Ski hat seinen eigenen Charakter, an den man sich schnell und gut gewöhnen kann.

Sehr aufregend fanden wir zum Beispiel die Kessler-Ski - eine Schweizer Firma, die bislang schwerpunktmäßig Snowboards produziert hat, die bereits für Aufsehen im Snowboard-Wettkampfbereich gesorgt hat und nun verstärkt mit ihren Ski in den Skimarkt eindringen will. Denn die sogenannte patentierte und prämierte Kessler Shape Technology «KST Klothoid Shape» ermöglicht eine Skigeometrie, um die Kraft optimaler über die gesamte Kante zu verteilen.

Dadurch soll der Kantendruck dort wirken, wo er gebraucht wird, und reduziert werden, wo er stört. Das Ergebnis: mehr Kontrolle, Gewinn an Komfort und zusätzliche Sicherheit. Damit unterscheidet sich Kessler in der Philosophie des Schaufel- und Heckbereichs komplett von der Konkurrenz. Der Rocker öffnet nicht wie bei den anderen Herstellern mit einem festgelegten fixen Radius an einer definierten Stelle. Hier geht Kessler einen anderen Weg. So nimmt der Radius nicht schlagartig, sondern langsam und stetig zu. Auf der Piste nimmt der Kurvenradius mit zunehmender Schräglage langsam zu. Der Effekt ist eine gleichmässige Auflage der Spitze und des Skiendes. Das Gefühl von permanenter Kontrolle entsteht.

Deshalb ist der Ski auch für weniger geübte Fahrer eine gute Wahl.

Erstmals dabei war auch die amerikanische Firma Skilogik, von der wir ebenfalls sehr begeistert waren. Die Ski sind handgemacht, kein Ski ist wie der andere. Diese Ski sind nicht nur aufgrund ihres Designs ein absoluter Hingucker, sondern auch auf der Piste beim Fahren großartig.

Gleiches gilt für die deutsche Firma Powder Equipment. Die Ski sind so unfassbar breit. Und trotzdem ganz leicht zu drehen. Wahnsinnig. Auch hier merkt man die jahrelange Erfahrung im Snowboardbau.

Wir können euch diese kleinen, teilweise bislang unbekannten Firmen - wie es auch Icelandic, Grown, Moment, Hart, Core oder Birdos - nur ans Herz legen. Testet diese Ski aus, ihr werdet es nicht bereuen.

Immer wieder toll zu fahren und daher empfehlenswert sind natürlich die Klassiker wie Black Diamond, Atomic, Blizzard, Nordica, Kästle, G3, Völkl. Und natürlich K2, die erstmals nach langer Zeit wieder einmal an unserem Test teilnahmen und bei den Testern für viel Freude gesorgt haben.

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